 Heute wird Mansur Memarian von den Feinschmeckern und Gourmets sowie von der Presse und den Restaurantkritikern gelobt und gefeiert – um jedoch seinen Werdegang und die damit einhergehende Erfolgsgeschichte zu verstehen, muss man ganz vorne beginnen …
Mansur wuchs in einem kleinen Vorort von Teheran auf. Zusammen mit seinen 6 Geschwistern lebten sie dort in einem großen Haus. Seine Leidenschaft zum Kochen hat Mansur damals sehr früh entdeckt, so half er täglich seiner Mutter bei der Zubereitung der Speisen. Wegen dem Iran-Irak-Krieg (Höhepunkt 1988) wurden großwüchsigere Jungs im Iran zum Militär einberufen. Beide Brüder von Mansur waren ein Jahr im Krieg. Dies wollten die Eltern Mansur ersparen und schickten ihn nach Deutschland, wo inzwischen auch sein Bruder Saeid wohnte.
1996 machte er sein Abitur in Mathematik und Biologie. Hätte es das Abiturfach Kochen gegeben, so hätte er auch dieses mit Bravour bestanden.
1996 – 1999 Lehre in „Villa Medici“ in Krefeld
Er fühlte sich sofort zu Hause beim Patron Guiseppe Buonanno und dem Küchenchef Pasquale Valentino – dort lernte er die italienische Sprache und entdeckte seine Liebe zum Kochen. Als seine Lehre zu Ende war, blieb Mansur noch bis März 2000 als Commis de Cuisine in der Villa Medici, auch heute noch verbindet ihn eine tiefe Freundschaft mit seinen ehemaligen Lehrchefs.
Darauf folgten 6 Monate BWL-Studium in Trier auf Wunsch von Bruder und Eltern. Um sich über Wasser zu halten arbeitete Mansur in der Mensa als Tellerwäscher, doch das angefangene Studium machte ihm nicht so recht Spaß, sein Wunsch zu Kochen war größer und so entschied er sich für den Weg in die Spitzengastronomie.
• April 2000 – Oktober 2000 als Commis de Cuisine im „Schloss Hugenpoet“ in Essen-Kettwig
• Oktober 2000 – März 2001 Demichef de Partie „Im Schiffchen“ in Düsseldorf
• April 2001 – Jänner 2002 Souschef im „Massimiliano“ in München
• Jänner 2002 – Jänner 2003 Chef Saucier/Poissonier im „Hummerstübchen“ in Düsseldorf
• Februar 2003 – April 2004 Souschef „Schloss Hugenpoet“ in Essen-Kettwig
• April 2004 – Dezember 2004 Souschef im „Victorian“ in Düsseldorf
• Jänner 2005 – Mai 2006 Küchenchef im „Jagdhof Glashütte“ in Bad Laasphe. Erhalt eines Michelin-Sterns 2006
• Seit 1.6.2006 Küchenchef im Pavillon in Innsbruck
Unter den vielen Angeboten fiel Mansurs Wahl auf das neu erbaute Innsbrucker Pavillon. In Tirol fühlt sich Mansur mit seiner Frau und seiner kleinen Prinzessin sehr wohl und als Chefkoch des Pavillons ist Mansur ebenfalls wieder Anwärter auf einen Michelin-Stern 2008. Auf jeden Fall möchte Mansur hier bleiben und nicht wieder in seine Heimat zurück – zu viel verbindet ihn inzwischen mit Land und Leuten in Tirol.
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